Matzengehren im Jahr 1337Am 6. Dezember 1337, am Tag des heiligen Nikolaus, hat ein Mönch des Klosters Ellwangen ein sogenanntes Gült- und Rechtsbuch vollendet und abgeschlossen. Dieses erste Ellwanger Zinsbuch, wie die Handschrift auch genannt wird, enthält unter anderem den "Großen Zehnten", der "von alters her zu der Burg" und damit dem Kloster Ellwangen gehörte.In dieser Liste finden sich viele Orte unserer nächsten Umgebung, darunter auch Matzengehren, das heute ein Ortsteil der Gemeinde Rosenberg ist und zur Pfarrei Hohenberg gehört. Im Jahre 1380 erfahren wir zum erstenmal etwas über die Größe der Ansiedlung: Beim Verkauf der Herrschaft Adelmannsfelden an die Schenken von Limpurg werden "ein Hof und zwei Lehen zu Matzengera" aufgeführt, was damals wohl die ganze Größe gewesen sein dürfte. Wichtig ist außerdem die Tatsache, daß Matzengehren seinerzeit zu Adelmannsfelden und nicht zur Propstei Hohenberg gehörte, was auch dadurch bestätigt wird, daß in den Hohenberger Urbaren von 1344 und 1369 der Ort nicht erwähnt wird. Kirchlicherseits hatte Matzengehren im 17. Jahrhundert zwei Herren: Eine Zehntliste von 1628 besagt, daß der kleine Zehnt von Matzengehren zur Marienkirche nach Ellwangen gehöre, gleichzeitig aber war es ein Teil der Pfarrei Hohenberg, wie das dortige erste Kirchenbuch beweist. Noch im Jahre 1733 waren zwei Halbbauern und drei Seldner vohensteinisch; das bedeutet, dem Herrschaftsbereich Adelmannsfelden zugehörig. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde Matzengehren schließlich württembergisch, als die letzten Erben der Vohensteiner, die Herren von Bernerdin, ihren Besitz an die Krone von Württemberg verkauften.
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